Skyrim

ChatGPT-Begleiter für Skyrim: Tödliche Tipps für den Ingame-Charakter

Ein ChatGPT-Companion soll Spielern in Skyrim mit hilfreichen Dialogen zur Seite stehen, bringt den eigenen In-Game-Charakter jedoch nicht immer erfolgreich durchs Spiel

 

Auch wenn ChatGPT bereits bekannte akademische Tests lösen konnte und durchaus gute Texte hervorbringen kann, macht das die Textgenerierungs-Software nicht zwangsläufig intelligent. Eine solche Demonstration liefert PCGamer-Autor Christopher Livingston, der sich eine ChatGPT-gestützte Companion-Mod für Skyrim schnappte und sich mit ihr an die Lösung eines eigentlich simplen Rätsels in dem Bethesda-Rollenspiel machte. Das Resultat: für den In-Game-Charakter von Livingston auf Dauer mitunter tödlich.

Ausgangspunkt des ChatGPT-Abenteuers in Skyrim war die Mod "Herika", die sich hier auf nexusmods.com findet. Damit bekommen Spieler eine NPC-Begleiterin an die Seite gestellt, die auf Basis von ChatGPT und Chat-Eingaben der Spieler unterstützend zur Seite steht und mitunter auch für die nötige Abwechslung in Sachen Dialog sorgt. Herika bekommt dabei unter anderem Informationen über den aktuellen Standort, Konversationen anderer NPCs und Kämpfe mitgeteilt und baut darauf ihren Dialog auf. Auch kann sie Bücher und Notizen aus dem Spiel zusammenfassen, während eine Text-to-Speech-Funktionalität die Textzeilen vertont. Auch lässt sich die Persönlichkeit mit passenden Prompts anpassen, woraufhin Lore-freundliche Dialogzeilen ausgegeben werden.

 

Zurück zum Experiment von Livingston: Nach anfänglichen Schwierigkeiten, den Mod überhaupt erst einmal zum Laufen zu bekommen, holte er Herika an ihrem Startpunkt in Weißlauf ab, um sie anschließend mit auf die Quest zur Suche nach einem Schmuckstück von Lucan, einem Händler aus Flusswald, mitzunehmen. Das Abenteuer führt die beiden letztlich zum Ödsturzhügelgrab. Um in dem Dungeon weiterzukommen, gilt es ein Rätsel zu lösen. Drei Pfeiler müssen die richtige Symbolkombination aufweisen, die sich aus im Dungeon verstreuten Tafeln ablesen lässt und letztlich zum Ergebnis Schlange, Schlange, Wal führt. Gibt man die richtige Kombination ein und betätigt den Hebel für das verschlossene Tor, öffnet sich dieses. Andernfalls wird der Spieler mit Giftpfeilen beschossen.

In seinem Versuch hat sich Livingston dumm gestellt. Anstatt die offensichtliche Lösung zu nutzen, fragt er bei Herika zunächst nach Hinweisen, die bei der Lösung helfen können. Die sind allerdings nur bedingt hilfreich, weisen mit dem Tipp zum Betätigen des Hebels und der Anordnung der Pfeiler allerdings immerhin in die richtige Richtung. Wer nur eine kleine Starthilfe benötigt, wird sicherlich damit zufrieden sein, wer jedoch absolut nicht auf die Lösung des Rätsels kommt, wird auch mit Herika das Tor nicht öffnen können. Auf die Nachfrage nach der korrekten Kombination serviert die ChatGPT-gestützte NPC-Begleiterin nämlich keine, die das Tor schlussendlich auch öffnet.

Unterschiedliche Prompts, die allerdings keine Zusatzinformationen enthalten, liefern stets falsche Antworten und mitunter auch Kombinationen, die länger sind als vorgesehen. Am Ende resignierte Livingston und gab die korrekte Kombination an Herika weiter. Immerhin ein kleiner Lichtblick: Das darauffolgende Rätsel, das die Anordnung von mehreren Ringen auf Basis von Symbolen erforderte, konnte Herika ohne Schwierigkeiten auf Anhieb lösen. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, kann jedoch auch schlichtweg die Suchmaschine seines Vertrauens für das Finden der Lösungen nutzen, auch wenn die ein wenig Immersion rauben.

Skyrim

Graubärte haben die ganze Zeit gelogen – und ein Fan entlarvt sie

Der Orden der Graubärte sitzt in seinem Kloster und lässt neue Helden zu sich kommen. Ein Spieler wird bei den Behauptungen der alten Männer allerdings misstrauisch und schaut ganz genau hin.

 

Skyrim: Die Graubärte lügen

Die Hauptquest von The Elder Scrolls 5: Skyrim führt euch irgendwann zwangsläufig zu den Graubärten. Alte weise Männer, die in ihrem abgeschotteten Kloster auf dem Hals der Welt sitzen und ihre Drachenschreie trainieren. Der Weg zu ihnen ist nicht gerade einfach. Es ist ein schneebedeckter Pilgerpfad, der von den Bewohnern Himmelsrands auch "Die 7.000 Stufen" genannt wird.

Der Reddit-UserEmergency_Paperclip wurde hier jedoch misstrauisch. 7.000 Stufen? Das klingt doch etwas übertrieben. Er beschloss also kurzerhand nachzuzählen und kam zu dem Ergebnis: Es sind tatsächlich nur 719 Stufen.

 

Skyrim-Fan weiß den Grund für den Betrug

Natürlich liegt auf dem Pilgerpfad Schnee und einige der Stufen sind im Laufe der Zeit ziemlich in Mitleidenschaft geraten. Es ist also gut möglich, dass der Fan einige Stufen übersehen hat. Trotzdem steht fest: Es sind sicherlich keine 7.000 Stufen. Hat hier etwa jemand geflunkert, um den Weg zum eigenen Kloster noch etwas länger und epischer wirken zu lassen?

Der Reddit-User ravindu2001 hat eine andere Erklärung. So sei Himmelsrand aufgrund der technischen Limitierungen der Zeit geschrumpft worden. Ein Buch im Spiel würde beispielsweise den Weg zwischen Riften und Weißlauf beschreiben, der wohl fast ein Jahr lang dauern würde. In Skyrim selbst ist die Strecke natürlich in einer viel kürzeren Zeit zu bewältigen. Somit könnte auch erklärt werden, wie aus 7.000 Stufen etwas mehr als 700 werden.

Skyrim

Fan entdeckt Morrowind-Easter-Egg - nach sehr langer Spielzeit

Ein Diehard-Skyrim-Fan hat mehr als 1.400 Stunden an Spielzeit in das RPG investiert, um dann eine Referenz an Morrowind zu entdecken. Damit reiht er sich ein in die Gruppe von Spielern, die in dem Titel auch mehr als 11 Jahre nach Release noch neue Details entdecken.

Obwohl The Elder Scrolls 5: Skyrim bereits mehr als 11 Jahre seit seinem Erscheinen auf dem Buckel hat und selbst Todd Howard mittlerweile die Ideen für Re-Releases des Rollenspiels ausgegangen zu sein scheinen, entdecken Fans noch immer neue Details und Easter Eggs in der Welt von Himmelsrand. Ein Spieler entdeckte dabei eine Referenz auf Morrowind, nachdem er bereits mehr als 1.400 Stunden seiner Lebenszeit in Skyrim verbracht hatte.

 

Referenz an Ikarus' Flugrolle aus Morrowind

Der Spieler, der auf reddit unter dem Nutzernamen GISHMAN_THE_FISHMAN unterwegs ist, stieß dabei zufällig auf einen Zauberer, der sich plötzlich mit Magie hoch in die Luft katapultiert, nur um dann wieder herabzustürzen und sofort zu sterben:

 

Dabei reagiert der Reddit-Nutzer ausgesprochen verwundert darüber, dass er trotz 1.400 Stunden an Spielzeit erst jetzt zum ersten Mal auf diesen NPC getroffen ist - ein Beweis dafür, wie viel Inhalt tatsächlich in Skyrim steckt und wie sehr sich Spieler in dem RPG verlieren können.

Die Begegnung mit dem Zauberer spielt dabei konkret auf eine Szene in The Elder Scrolls 3: Morrowind an, in der sich ein fast identischer Vorfall ereignen kann. Hier stürzt ebenfalls ein Zauberer aus dem Himmel, bei dem Spieler dann Ikarus' Flugrolle finden kann. Dabei handelt es sich um eine magische Schriftrolle, mithilfe derer der Anwender für kurze Zeit sehr hoch und weit springen kann.